Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Musikalischer Jahresausklang

Mit viel Stimmgewalt und großartigen Instrumentalisten verabschiedete die GES die (über)voll besetzte Aula in die musikalischen Ferien.

„Eagle of fire“

Florian Nolte aus der Q1 eröffnete pünktlich um 18:00 Uhr das Konzert mit seinem neusten Song „Eagle of fire“. Passend dazu: die imposante Lichtshow von Vincent Volmerding (9c), die unter enger Zusammenarbeit mit Florian entstand. Seit dem Gewinn des Stadtwerke Wettbewerbs hat unser Technikteam völlig neue Möglichkeiten zur Lichtgestaltung.

Erfrischend locker führten die Moderatorinnen Jolina Köpcke und Caitlin Rösen, beide aus der Q2, durch den Abend und informierten über den genauen Ablauf des Programms.

Mit insgesamt fünf Tanz-AG-Auftritten konnte Frau Schulte aufwarten – Schülerinnen und ein Schüler der Stufen 6 bis Q2 zeigten eine rhythmische wie akrobatische Leistung, die seinesgleichen sucht. Neben aktuellen Songs wie Mi gente und Sail nutzten die Gruppen erstmals sogar eigene Remixes als Grundlage für ihre Tänze.

Musikalisch überzeugten junge Künstlerinnen und Künstler wie Lisa Küster an der Gitarre mit ihrem Song Amsterdam und Robin Borches, begleitet von Vinh An Tran am Klavier mit einem Klassiker im neuen Gewand: House of the rising sun. Neben diesen „alten Hasen“ aus der Q2 fanden sich aber auch erstmals „youngsters“ wie Noussayba Laakel (6a, My heart will go on), begleitet von Frida Kepser (ebenfalls 6a) am Klavier und lösten im Publikum wahre Begeisterungsstürme aus. Merle Haardt (Q2) sang beim Sommerkonzert noch ein Duett mit Lisa Küster, nun überzeugte sie auch Solo auf der Bühne mit dem Song Sorry von Halsey, begleitet von ihrer Stufenkollegin Sujon Lee am Klavier.

Vorher auch schon im Chor zu finden, boten in diesem Schuljahr erstmals Thuong Thuong („Toni“) Doan (6b) und Valentine Nguyen (6d) ein emotionales, selbst einstudiertes Duett mit Say something. So viel Präzision und Stimmgewalt überraschte das Publikum merklich – ihm stockte der Atem und löste sich erst nach dem letzten gehauchten „Say something“; es war nicht zu halten! Großes Lob an dieser Stelle auch Pianist Florian Nolte, der sich gleichsam einem roten Faden durch das Programmheft zog.

Thuong Thuong und Valentine

Mit den Klassen 7a und 7c standen gleich zwei komplette Klassen auf der Bühne. Unter der Leitung von Frau Möller präsentierte die 7a den gut 30 Jahre alten Hit True colors mit wechselnden Leadsänger(inne)n. Die 7c präsentierte ihren auf der Klassenfahrt geschriebenen Song, den Siegersong des 7-Kampfes. Da blieb kein Auge trocken!

Erstmals mit Sängerin Emily Eybe aus der 7c präsentierten sich „the marauders“, die mittlerweile das Niveau einer Nachwuchsband erreicht haben, nachdem sie beim letzten Sommerkonzert erstmals als Erprobungsstufenrockband das Licht der Bühne erblickten. Mit eingängigen Liedern wie Applaus, Applaus (Sportfreunde Stiller) und Lieder (Adel Tawil) rockten Levi Klein (7b, Westerngitarre), Can Groos (6d, E-Bass), Sanjar Koch (6d, E-Gitarre) und Till Kespe (6a) das Publikum von ihren Sitzen. Sängerin Emily zeigte dabei ihr ganzes sängerisches Talent mit einem unglaublichen Ambitus – und das für eine (noch) ungelernte Sängerin!

Aus fast 30 Sängerinnen und Sängern besteht mittlerweile der GES-Chor und sie zeigten nach dem eingängigen Klassiker Wonderwall mit Herrn Denno an der Westerngitarre, dass sie für Größeres bestimmt sind: begleitet vom Projektorchester sangen sie Linkin Parks Castle of glass  und brachten dabei die Aula zum Zittern. So viele Schülerinnen und Schüler auf der Bühne hat die GES schon lange nicht mehr gesehen!

Aber auch das Projektorchester ohne Chor hat mit Robin Borches einen Frontmann gefunden, der selbst den schwierigen Song Radioactive stimmgewaltig und absolut sicher auf die Bühne bringt. Hätten sie es gehört, hätten die „Imagine Dragons“ sicherlich frenetisch gejubelt.

Mit Quer- (Merle Haardt und Lisa Beckmann, Q2) und Blockflöte (Kara Swoboda, 6d), Klarinette (Johanna Nolte, 8b), Geige (Mika Cichon, 8b), Bratsche (Naomi Cichon, 6b), Trompeten (Ilyes Lajili, 7a und Jork Raven, Ef), Euphonium (Markus Thierhoff, 7b), zwei Gitarren (Jannis Zier, 8c und Andrei Stoica, Ef), Bass (Milan Skiba, 8c), Schlagzeug (Raphael Kromhout, 8c) und Klavier (Florian Nolte, Q1) erzeugt das Projektorchester einen gewaltigen, aber klaren Sound, der seines Gleichen sucht.

Robin mit Radioactive

Einen Ausflug in die Epoche der Romantik machte Victoria Oremeaner  aus der Q1 mit ihrem Klavierstück Venezianisches Gondellied (op. 19/6) von Felix Mendelssohn. Dafür, dass Victoria noch nicht allzu lange Klavier spielt, eine stolze Leistung!

Victoria am Klavier

Als Abschluss, aber tatsächlich nicht als Ende des Konzerts, spielte die „Small Band“, Lisa Beckmann (Q2) und Robin Borches in Begleitung von Nyima Gurung (8c) am Schlagzeug und wieder einmal Florian Nolte am Klavier, den bekannten Song Tale as old as time (dt.: Märchen schreibt die Zeit) aus dem Film Die Schöne und das Biest unter der Leitung von Herrn Bergolte. Gut vorstellbar, dass der ein oder andere aus dem Publikum sich an seine Jugend zurückerinnerte und innerlich diesen wunderschönen Hit mitsang.

Das oben angesprochene Ende bildete die Lehrergesangsformation „Teach that“ mit ihrer Interpretation der Nummer Christmas is all around – der Coverversion des „Troggs“-Hits Love is all around aus dem Film Tatsächlich Liebe. Mit Videoshow und Lyrics an der Leinwand war das Publikum kaum zu halten und zahllose Smartphonebildschirme erhellten die Aula.

Nach diesem fulminanten Ende blieb am Ende nur noch eine Frage übrig: Wie soll das noch zu steigern sein? – Aber keine Sorge: das nächste Konzert ist schon in Planung!

Text: A. Denno
Fotos: M. Uhlig und A. Denno